Menstruale Phase

Das Internet hat Bewegung in den öffentlichen Diskurs um die Fragen der Periode gebracht. Zyklus-Apps, Kunst aus Menstruationsblut und globale Debatten um die »Tampon Tax« verändern den Umgang mit der Monatsblutung radikal.
Aktionen wie „free bleeding“ machen digital sichtbar, was immer noch stark tabuisiert wird: Die Menstruation und der Umgang mit ihr. Das Hauptziel: Ein positives Körpergefühl gewinnen und propagieren. Hierfür gibt es mittlerweile ein großes Aufgebot im Netz. Es geht darum, sich mit seiner Periode positiv auseinanderzusetzen, den Alltag durch Zyklusapps zu optimieren und schlußendlich ein schönes Bild mit dem Blut auf Instagram zu posten.

Welche Vorstellungen von Körperlichkeit, Weiblichkeit und Privatheit gehen damit einher? Wie sinnstiftend oder identitär sind derlei Vorgänge? Was sagen feministische Theoretiker*innen dazu und ist diese Haltung noch aktuell? Wer blutet und wer will bluten? Welche (strukturellen) Forderungen leiten sich daraus ab? Welche rechtlichen, moralischen und gesellschaftlichen Grenzen haben die Konzepte? Und warum überhaupt noch bluten?

All diesen Fragen werde ich mich in nächster Zeit, nach und nach stellen unter dem Titel Menstruale Phase.

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